Der naturnahe Gartenteich,  ein künstliches Feuchtbiotop
Feuchtbiotop ist keine  moderne Bezeichnung für einen mit Zierfischen besetzten Gartenteich, wie Gartenbesitzer oftmals meinen!.
Als Biotop wird ein abgegrenzter, natürlicher Lebensraum bezeichnet, der eine auf Größe und Beschaffenheit abgestimmte Lebensgemeinschaft der verschiedensten Organismen (Biozönose) beheimatet, die sich darin auch über eine lange Zeitspanne durch Wechselbeziehungen selbständig  erhält.
Es ist durchaus möglich, ein solches Biotop (Feuchtbiotop) im Garten anzulegen, wenn man sich streng an  die Vorbilder der früher zahlreich vorhandenen natürlichen Kleingewässer hält. In diesen bildeten alle Lebewesen, angefangen von den Mikroorganismen bis zu den Großlibellenlarven  zusammen mit den Wasserpflanzen ökologische Einheiten die sich über viele Jahre selbst erhielten und nur durch Katastrophen wie Überschwemmungen oder durch menschliches Eingreifen, wie z.B. Zuschütten oder auch Einsetzen von Fischen, zerstört wurden.Bei einem künstlich angelegten naturnahen Gartenteich werden die Lebensverhältnisse, wie sie in einem natürlichen Kleingewässer herrschen, umso leichter erfüllt, je größer dieser Teich ist. Doch auch im kleinsten Teich wird sich ein ökologisches Gleichgewicht einstellen, wenn man ihn (nach der Bepflanzung) sich selbst überlässt und nicht versucht ihn mit Tieren zu besiedeln, die nicht in ein Kleingewässer gehören, wie z.B. exotische Amphibien, Schildkröten oder, was am häufigsten passiert, durch Einsetzen von Fischen jeglicher Art. Ebenso wird dieses Gleichgewicht durch jeden Einsatz chemischer oder technischer  Hilfsmittel unweigerlich zerstört.Eine Unzahl von gleichzeitig wirkenden und voneinander abhängigen Organismen ist erforderlich, um so ein biologisches Gleichgewicht über einen längeren Zeitraum aufrecht zu erhalten. Das Zusammenspiel ist so komplex, dass viele Zusammenhänge  noch weitgehend unerforscht sind.  Selbst das vollständige Katalogisieren aller Arten in einem Biotop ist schlichtweg unmöglich, da ein ständiger Wechsel stattfindet und viele Arten ohnehin nur temporär in Erscheinung treten.Die hier vorgestellte Makrofauna lebt ausschließlich in einem einzigen künstlichen Feuchtbiotop und stellt  leider nur einen winzigen Ausschnitt aus der riesigen Palette aller Wasserbewohner dar, die sich noch vor wenigen Jahren in den zahlreich vorhandenen natürlichen Kleingewässern und  naturnahen Teichen aufgehalten haben. Mit dem Verschwinden der Biotope verringerte sich auch rapide die Anzahl der Arten.
Die Seiten unter Mikroorganismen  enthalten zusätzlich einige wenige Tiere und Pflanzen, die die Lebensgrundlage für diese Wasserbewohner bilden.
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© G.H.Stanjek